SMARTGenerations: generationsübergreifendes Bauprojekt

Smart room

ABA-Partenaires

Nicolas Rieben und Christophe Oppliger

Juni 20, 2021

Was ist SMARTGenerations, hören wir Sie fragen? Es ist ein erstaunliches nachhaltiges Mehrgenerationenhaus-Projekt. Es wurde in Renens ins Leben gerufen und bietet einen sicheren Lebensraum, der auf alle Bedürfnisse eingeht. Und was noch viel interessanter ist: Es ist preisgünstig. Die Wohnungen sind erstaunlich flexibel und können auf Wunsch an jeden neuen Mieter angepasst werden, der möglicherweise andere gesundheitliche Bedürfnisse hat. Die Wohnungen bieten sogar eine ständige Gesundheitsüberwachung, so dass sich die Mieter selbst um eine Sache weniger kümmern müssen. SMARTGenerations versucht, alle Generationen in einer gesunden Gemeinschaft zu vereinen. Sie haben sogar eine mobile App, die Dienste wie Nachrichtenübermittlung, Anzeigenschaltung zwischen Mietern und vieles mehr bietet.

Möchten Sie mehr über dieses erstaunliche Projekt erfahren? Lesen Sie weiter im Artikel von Martine Bernier.

SMARTGenerations ist ein nachhaltiges generationsübergreifendes Bauprojekt. Es besteht aus Studentenstudios und angepassten Seniorenwohnungen die Komplet vernetzt sind. Das Projekt basiert auf dem Teilen und Zusammenleben und fördert den natürlichen Austausch zwischen den Bewohnern innerhalb des Gebäudes. So werden den Mietern zusätzlich zu den Grosszügigen Wohnungen, grosse Gemeinschafts- und Aussenräume zur Verfügung gestellt.

Gemäss Hochrechnungen des Bundesamtes für Statistik machen die über 65-Jährigen heute 18% der Schweizer Bevölkerung aus und werden im Jahr 2040 voraussichtlich über 25% betragen. Immer mehr Lösungen zur Förderung der Gesundheit, Sicherheit und Autonomie älterer Bürger werden als Alternativen zu Krankenhaus oder Altersheimaufenthalten erforscht. Dazu gehört die Entwicklung von seniorengerechten Wohnungen. In der Schweiz sind bereits mehrere Modelle entwickelt worden, die von Pflegeheimen bis zu einfachen geschützten Wohnungen für ältere Menschen reichen. Trotz der Akzente die auf die Sicherheit gelegt wurden, gehen die meisten dieser Lebensräume das Problem des sich im Laufe der Zeit verändernden Gesundheitszustands der Mieter nicht an. Dasselbe gilt für das Gefühl der Isolation und sozialen Ausgrenzung

Massgeschneiderte Wohnungen: Die Ausstattungen lassen sich entsprechend der Autonomie der Mieter erweitern

In Renens, in der Region Lausanne, im Herzen eines angenehmen Viertels mit Nähe zu allen Annehmlichkeiten, wurde das Projekt der vernetzten Wohnungen SMARTGenerations erstellt. Das Gebäude wurde im Juni 2020 eingeweihte und ist dank Geothermie und Photovoltaikanlage autonom. Es bietet zudem seinen älteren Mietern einen sicheren und an ihre Bedürfnisse angepassten Wohnraum. Das Ganze zu einem angemessenen Mietpreis. «Es wurde alles vorgesehen, um den älteren Menschen das Leben zu erleichtern und es ihnen zu ermöglichen, dank eines fortschrittlichen Hausautomationssystems so lange wie möglich in völliger Autonomie zu Hause zu leben», erklären die Architekten die das Projekt initiiert haben. Dieses Angebot wurde mit dem vernetzten Wohnungsspezialisten der EPFL, der Firma DomoSafety und Dr. Thierry Weber von Vivactis entwickelt. «Unsere Wohnungen sind auf Wunsch individuell und flexibel, je nach Gesundheitszustand des Mieters, mit einem Fernunterstützungssystem, nichtinvasiven Bewegungssensoren und sogar Telemedizinischen Geräten ausgestattet. Die Mieter können so, wenn sie es wünschen, von einer Fernüberwachung ihres Gesundheitszustandes profitieren und bei Bedarf eine medizinische Behandlung außerhalb des Krankenhauses durchführen», sagt Dr. Thierry Weber. Diese Smarte Wohnungen ermöglichen es zu reagieren, bevor sich die Situation verschlechtert, z.B. durch die Haus-Überwachung chronischer Krankheiten oder durch das Weiterführen einer Haus-Rehabilitation von Patienten mit einer besseren Lebensqualität.

Zusammenleben und Beziehungen entwickeln in einem vernetzen Gebäude

SMARTGenerations fördert, wie der Name schon sagt, die Durchmischung der Generationen und kämpft gegen die Isolation von Senioren und Studenten, indem es sie ermutigt, sich
im selben Gebäude zu treffen. Zusätzlich zu den 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen bietet
das Gebäude möblierte und ausgestattete Studios zu preiswerten Mieten. Seine Lage in der
Nähe der ECAL, des Campus der UNIL-EPFL und der öffentlichen Verkehrsmittel ist ideal.
Die in einem erschwinglichen Massstab gebaute Residenz verfügt über vollständig eingerichtete und ausgestattete Gemeinschaftsbereiche: eine Lounge-Bibliothek, einen Raum für
die Organisation von Gemeinschaftsmahlzeiten und einen Garten mit Gemüsehauchbeeten.
Dies alles sind gemütliche Orte, um Verbindungen zwischen den Bewohnern zu schaffen.
Die Idee der «Verbindung der Generationen» wird auch durch eine mobile App. umgesetzt,
die Dienste wie Messaging, ein Notfallwarnsystem und bietet zudem die Möglichkeit Inserate zwischen den Mietern aufzugeben. Es ist ein Dienstleistungsaustauschsystem zwischen Mietern geplant, um älteren Bewohnern das Leben zu erleichtern und den Geist der
Solidarität zu fördern. Zum Beispiel kann ein Student für ein Senior einkaufen und der kann
wiederum als Gegenleistung mit anderen Diensten aushelfen. «Sozioökonomisch und technologisch Zeitgemäss, setzt SMARTGenerations auf Teilnahme und Solidarität, damit die
Senioren so lange wie möglich und vor allem unter den bestmöglichen Bedingungen in ihren
eigenen vier Wänden leben können», freuen sich die Architekten

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