Probiotika, Wächter der Darmflora?

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April 19, 2022

Was also ist die Darmflora? Nun, es handelt sich um eine Ansammlung von Mikroorganismen, darunter Pilze, Archaeen und Bakterien, die in unserem Verdauungstrakt leben. Sie manifestiert sich etwa ein bis zwei Jahre nach unserer Geburt. Er hilft, uns vor Keimen zu schützen, die in den menschlichen Körper eindringen können. Um ihn so zu erhalten, wie er sein sollte, können wir Probiotika verwenden. Probiotika können die Wächter der Darmflora sein. Sie sind vor allem in Milchprodukten enthalten. Das Joghurtferment zum Beispiel ist eines der am besten untersuchten, weil es bei der Verdauung von Laktose hilft. Präbiotika sind ebenfalls sehr wichtig, und es wird allgemein empfohlen, etwa 10 Gramm Präbiotika pro Tag zu essen.

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Mit zunehmendem Alter kann unser Organismus ein Defizit an Bifidobakterien – Bakterien, welche Verstopfungen und Magen-Darm-Grippen bekämpfen – entwickeln. Dieser Mangel kann bei Menschen über 50 Jahren zu einem Ungleichgewicht im Darm führen. Zur Behebung dieser Störung werden immer häufiger Probiotika – Mikroorganismen, die in der Mund-, Darm- und Vaginalflora enthalten sind – eingesetzt.

Am häufigsten werden Probiotika in Milchprodukten verkauft: Den Joghurtfermenten, die das Verdauen von Laktose ermöglichen, wurde in der Fachliteratur bisher am meisten Aufmerksamkeit gewidmet. Um die Immunabwehr anzuregen, müssen Probiotika den gesamten Verdauungsprozess überdauern, bis sie in den Dickdarm gelangen, der den wichtigsten Teil des Immunsystems beherbergt. Der regelmässige Konsum von Probiotika stimuliert die Produktion von weissen Blutkörperchen und Antikörpern.

Wozu dienen Probiotika?

Den Probiotika werden viele Tugenden, beispielsweise die Stärkung der Darmschleimhaut sowie des Immunsystems, eine antimikrobielle und krebsbekämpfende Wirkung sowie ein positiver Einfluss auf den Verdauungstrakt zugeschrieben.

Für einige Fermente konnte eine stimulierende Wirkung auf die Darmpassage nachgewiesen werden. Da sie nur die langsamen Passagen beeinflussen wird kein Durchfall verursacht, jedoch Blähungen vermindert, Unterleibsschmerzen vorgebeugt sowie der Verdauungskomfort verbessert. Aber aufgepasst! Probiotika funktionieren nur optimal, wenn ihre Einnahme von einem gesunden Lebensstil begleitet wird, man also viel Wasser trinkt, sich ausgewogen und faserreich ernährt und sich ausserdem regelmässig körperlich betätigt.

Viele Nahrungsmittelzusätze werden zu Unrecht als Probiotika bezeichnet und haben angeblich gesundheitliche Wirkungen, die nur in seltenen Fällen auch wirklich nachgewiesen werden konnten. Diese darf man nicht mit Medikamenten verwechseln, welche Probiotika enthalten, wie beispielsweise «Ultra levure», das zur Behandlung von Durchfallerkrankungen und Darmstörungen, welche infolge von Antibiotikatherapien oder bestimmten Krankheitskeimen auftreten können, eingesetzt wird.

Dann gibt es noch die Präbiotika

Präbiotika sind bestimmte Kohlehydrate, die unsere Verdauungsenzyme nicht verdauen können. Sie erreichen den Dickdarm somit unversehrt und haben dort die Aufgabe, die Darmflora zu «düngen». Einige industriell verarbeitete Nahrungsmittel oder Lebensmittelzusätze, beispielsweise Milchprodukte oder biotische Produkte, werden mit Präbiotika angereichert. Am einfachsten ist und bleibt es jedoch, Obst und Gemüse zu essen, denn sie enthalten bestimmte Fasern, welche die gleiche Wirkung haben. Um wirklich sicher zu sein, sollten Sie im Idealfall 10 Gramm Präbiotika pro Tag einnehmen. Diese sind natürlich enthalten in Knoblauch, Spargeln, Zwiebeln, Artischocken, Bananen, Weizen und Roggen.

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