Gedächtnisstörungen ab Fünfzig

grandson helping grandfather with computer

Dr. Martin Zarate

Abteilung für Rehabilitation und Geriatrie HUG, Genf und Clinique de Genolier, Genolier

Februar 23, 2021

Gedächtnisprobleme können jederzeit auftreten, auch in der Lebensmitte. Die Probleme können klein oder groß sein, je nach Schweregrad der Gedächtnisprobleme. Es gibt verschiedene Gedächtnisarten, die betroffen sein können. Sowohl das Kurzzeit- als auch das Langzeitgedächtnis können Probleme verursachen. Leichte kognitive Beeinträchtigungen sind ein frühes Stadium des Gedächtnisverlusts und können zu größeren Problemen führen. Sie gilt als Vorstufe zur Alzheimer-Krankheit. Zu den Risikofaktoren für Demenz gehören Alter, Geschlecht und Lebensstil. Sie lässt sich verhindern, indem man seinen Lebensstil ändert, sich gesünder ernährt, regelmäßig Sport treibt, seine Medikamente einnimmt und vieles mehr.

Möchten Sie mehr erfahren? Lesen Sie weiter im Artikel von Dr. Martin Zarate.

Mein Gedächtnis lässt mich im Stich…

Wie heisst er nochmal? Warte, es liegt mir auf der Zunge… Was wollte ich gerade sagen? Was wollte ich hier gleich noch? Hast du zufällig meine Brille gesehen? Worüber sprachen wir gerade? Himmel, ich hatte gestern eine Verabredung und habe vergessen, sie in meine Agenda einzutragen!

Wie oft hat Ihnen Ihr Gedächtnis schon einen Streich gespielt?

«Das Gedächtnis ist der Lieblingsort für unser Wissen, unsere Kenntnisse und Erfahrungen, aber auch ein intimer Ort, Sitz des Gewissens oder auch nicht – es bildet das Fundament unserer Identität. Über Erinnerungen können wir auf unsere Vergangenheit zurückgreifen und die Zukunft vorbereiten. Es wird gleichgesetzt mit gesellschaftlichen Aktivitäten und dem Dasein für die Menschen.» Pierre-Yves Jonin & Virginie Mattio

Gedächtnisstörungen kommen oft vor und beunruhigen ältere Personen weniger, denn der allmähliche Rückgang der mnestischen Leistung (Gedächtnisleistung) wird als Teil des Alterungsprozesses verstanden. Wenn dagegen jüngere Menschen erste Schwierigkeiten mit der Merkfähigkeit bekommen, befürchten sie gleich, diese könnten sich zu einer fortschreitenden Demenz entwickeln. Gedächtnisbeschwerden betreffen bis zu 50 Prozent der über 50jährigen Personen. Für die Fünfzigjährigen ist es sehr beunruhigend, wenn sie Probleme damit haben, sich auf etwas zu konzentrieren, neue Informationen zu speichern oder zu erlernen, weil ihre kognitiven Fähigkeiten nicht mehr dieselben sind wie zwanzig Jahre zuvor. Subjektive Gedächtnisbeschwerden reichen von Aufmerksamkeitsstörungen unter Stress, bei Überanstrengung, emotionalen Konflikten, kurzzeitiger Depression oder Schlafstörungen bis zum beunruhigenderen Zustand der LKB (leichte kognitive Beeinträchtigung).

Wie funktioniert unser Gedächtnis?

Das Verhältnis zwischen Gehirn und Geist, zwischen materieller und abstrakter Einheit, ist zurzeit Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung. Die neurobiologische Basis des Gewissens, der kognitiven Funktionen und insbesondere der Informationsverarbeitung durch das Gehirn ist erst teilweise geklärt. Man weiss, dass das Gehirn die Information, die es erhält, verarbeitet, indem es gleichzeitig zahlreiche Neuronennetze aktiviert, die die Aktivität verschiedener Zellpopulationen erfordern.

Das Gedächtnis ist ein klar hierarchisch gegliederter Prozess im Nervensystem, der sich aus mehreren, aufeinander folgenden Schritten zusammensetzt. So durchläuft eine Information zuerst die Phase des Erwerbs (Enkodierung), dann folgt die Phase der Einspeicherung (Konsolidierung und Ablagerung), um später abgerufen und freigesetzt zu werden (Erinnerung, Dekodierung und Wiedergabe). Die Grundlage für diese Gehirnstruktur befindet sich im Inneren des Gehirns, im Hippocampus, und ist Teil eines komplexeren zerebralen Kreises, dem so genannten Papez-Kreis.

Gedächtnisfehler können beim Erwerb (Schwierigkeiten beim Erlernen oder Speichern neuer Informationen) oder beim Abrufen gespeicherter Informationen auftreten.

Neurobiologisch gesehen erfolgt der Erwerb einer Erinnerung durch die Bildung einer Spur gespeicherter Informationen, der sogenannten Gedächtnisspur. Es wird angenommen, dass sie aus Veränderungen der Nervenzellfortsätze, den Dendriten, aus der Synthese neuer Proteine und dem Impuls oder der Schaffung neuer, für den Aufbau von Erinnerungen zuständiger Neuronenkreise entsteht.

Die verschiedenen Gedächtnisarten

Wenn wir eine Information über eines unserer Sinnesorgane erhalten, so wird diese entweder ignoriert und verblasst praktisch sofort, oder sie wird wahrgenommen und ins Speichersystem aufgenommen.

Die Information gelangt zuerst ins Kurzzeitgedächtnis, das ihre Speicherung für eine sehr kurze Dauer (unter einer Minute) erlaubt. Dieses Gedächtnis verwenden wir beispielsweise, wenn wir eine neue Telefonnummer wählen. Durch aktive Wiederholung können wir die Information behalten, sonst wird sie gleich wieder gelöscht. Indem eine Erinnerung im Kurzzeitgedächtnis behalten wird, gelangt sie ins langfristigere, dauerhaftere Speichersystem.

Das Langzeitgedächtnis beinhaltet neue Ereignisse, noch frische Erinnerungen und ältere, im Allgemeinen gut gefestigte Ereignisse. Ist die Information einmal im Langzeitspeicher eingespeichert, bleibt sie, wenn sie ausreichend konsolidiert wurde, über lange Zeit und sogar bis zum Lebensende dort. Wie leicht oder schwierig das Abrufen oder die Wiedergabe dieser Information fällt, hängt davon ab, wie lange das Ereignis zurückliegt, wie oft die Erinnerung bereits wiederverwendet (Neuspeicherung), in andere Erinnerungen und Kenntnisse eingebettet wurde und wie gefühlsbelastet sie ist. Je besser kodiert, organisiert und strukturiert eine Erinnerung ist, desto besser kann sie wieder abgerufen werden. So werden Informationen vergessen, weil Schwierigkeiten bei der Enkodierung (Erwerb), Konsolidierung oder Wiedergabe der Information auftreten.

Das Langzeitgedächtnis besteht aus verschiedenen Einheiten:

• Das explizite oder deklarative Gedächtnis ermöglicht uns die bewusste Erinnerung an Ereignisse. Um verbal wiedergegeben werden zu können, ist eine Erinnerungsbemühung (z.B. eine Liste von Gegenständen) nötig. Es gibt zwei unterschiedliche Formen des expliziten Gedächtnisses:

1) Das episodische Gedächtnis, auch autobiografisches Gedächtnis, durch das wir uns an den Ort und den Zeitraum eines Erlebnisses erinnern können (beispielsweise kann ich mich erinnern, wo und mit wem ich meinen 40. Geburtstag gefeiert habe).

2) Das semantische Gedächtnis speichert das Wissen über die Welt, über Regeln, Gedanken und Begriffe. Es handelt sich um leicht zugängliches Wissen: Paris ist die Hauptstadt von Frankreich, ich erinnere mich an Farbe und Geruch einer Banane usw. Im Gegensatz zum episodischen Gedächtnis hängt das semantische Wissen nicht vom zeitlichen und räumlichen Kontext seiner Erwerbung ab.

• Das unbewusste implizite, nicht-deklarative Gedächtnis, aus dem Informationen automatisch, ohne bewusste Anstrengung, abgerufen werden. In diesem Gedächtnis werden die Erfahrungen, auf denen die Erinnerungen basieren, nicht gespeichert. Auch hier gibt es zwei Bereiche:

1) Durch das prozedurale Gedächtnis werden Fähigkeiten erworben und Leistungen verbessert. Es unterstützt Automatismen, deren wir uns fast gar nicht mehr bewusst sind (etwa Essen, Laufen, Velofahren, Autofahren).

2) Assoziatives Lernen, konditionierte Gefühle und Reflexe (ein Klang, ein Parfüm, ein Bild können ein Gefühl oder sogar ein Verhalten auslösen) nutzen das unbewusste Gedächtnis, das sich in der Amygdala, einer Gehirnstruktur, zu befinden scheint.

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)?

Leichte kognitive Beeinträchtigungen («Mild Cognitive Impairment», MCI) sind Gedächtnisbeschwerden, die üblicherweise von Dritten bestätigt und durch Gedächtnistests objektiviert werden können. Bei dieser Beschwerde bleibt die globale kognitive Funktion jedoch erhalten, es besteht also keine Demenz. Die LKB kann ausschliesslich das Gedächtnis betreffen oder sich auch auf andere Bereiche auswirken (Sprache, ausführende Funktion, räumlich-visuelle Wahrnehmung usw.). Der Begriff bezieht sich auf Personen, deren kognitive Leistungen gegenüber gleichaltrigen Personen mit gleichem Bildungsstand vermindert sind. Es handelt sich also nicht um den klassischen Rückgang der kognitiven Leistungen mit zunehmendem Alter, der in der Regel nicht pathologisch ist. Die LKB ist ein Zustand zwischen einer normalen kognitiven Leistung und einem pathologischen Prozess, der sich möglicherweise zu einer Demenz entwickelt.

Ist die LKB das Vorzeichen für eine Demenz?

Die amnestische LKB (auf das Gedächtnis beschränkt) gilt als Vorstufe der AlzheimerKrankheit. Die Prävalenz der amnestischen LKB in der Bevölkerung beträgt 2-10 Prozent. Gemäss veröffentlichten Studien haben Personen mit einer LKB ein dreifach höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Andererseits haben andere Studien zum Thema Fortschreiten der LKB über einen Zeitraum von drei Jahren ergeben, dass sich bei 10 bis 40 Prozent der Betroffenen der Zustand bessert und wieder zum Normalzustand zurückkehrt. Das Alter dürfte der ausschlaggebende Faktor für die Entwicklung einer Demenz sein. Bei Personen unter Fünfzig scheint eine LKB kein Vorstadium der Demenz darzustellen.

Was sind die Risikofaktoren für eine Demenz?

• Grösster Risikofaktor für eine Demenz aufgrund von Alzheimer ist das Alter. So steigt die jährliche Inzidenzrate dieser Erkrankung von 0,5 Prozent der unter 70-Jährigen auf 8,5 Prozent der 85-Jährigen. Bei den über 90-Jährigen wird bei 50 Prozent ein demenzieller Prozess beobachtet.

• Frauen scheinen häufiger betroffen zu sein als Männer.

• Lebensweise: Die Aufrechterhaltung von körperlichen, intellektuellen und sozialen Aktivitäten wird mit einem verminderten Demenzrisiko assoziiert, wobei der Schutzmechanismus bisher noch nicht geklärt ist. Ein geringeres Demenzrisiko wird auch Personen mit einem hohen Bildungsniveau zugesprochen. Demgegenüber scheinen andere Faktoren wie Schädelverletzungen, Depression, Lösungsmittelexposition oder Alkoholsucht das Auftreten einer Demenz zu begünstigen.

• Vererbung: Eine familiäre Vorgeschichte, besonders bei frühzeitigem Auftreten der Erkrankung, ist ein Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Für die direkten Nachkommen ist das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, 10 bis 30 Prozent höher. Die erbliche Übertragung genetischer Mutationen in den Chromosomen 21 (Amyloid-VorläuferProtein), 14 (Presenilin-1) oder 1 (Presenilin-2) kann die Ursache der familiären Form von Alzheimer sein. Bei den nicht vererbten Formen scheint eine Variante des Apolipoprotein E-Epsilon 4 das Auftreten von mit Alzheimer zusammenhängenden Hirnschäden zu begünstigen. Träger des Epsilon 4-Gens entwickeln sich rasch verschlimmernde Gedächtnisstörungen, die in der Regel vor dem 60. Altersjahr auftreten.

Als weitere Risikofaktoren für eine Demenz gelten auch jene, die für kardiovaskuläre Erkrankungen verantwortlich gemacht werden: Hypercholesterinämie, Hyperhomocysteinämie, Atherosklerose, Bluthochdruck und Diabetes erhöhen das Demenzrisiko.

Wie kann man eine LKB erkennen und beurteilen?

Bei einem Arztbesuch können gewisse psychische Zustände (innere Unruhe, Angst, Überarbeitung, Depression, Schlaflosigkeit usw.) und/oder medizinische Ursachen (insbesondere schlechter Ernährungsstatus) festgestellt werden, die die kognitiven Fähigkeiten, besonders das Gedächtnis, beeinflussen können. Es ist unerlässlich, Medikamente mit negativen Nebenwirkungen auf das Gedächtnis wie etwa Beruhigungsmittel, Anxiolytika, Hypnotika, Betablocker und andere Anticholinergika auszuschliessen.

In einem Gespräch mit einem Neuropsychologen wird die Art der Beschwerde genauer abgeklärt. Psychometrische Tests tragen wesentlich zur Charakterisierung des Gedächtnisfehlers und zur genaueren Identifizierung der betroffenen mnestischen Funktionen. So wird ein kognitives Profil erstellt, das den Eigenheiten des Patienten Rechnung trägt. Die Gedächtnisbeschwerden werden möglichen biologischen, physiopathologischen und/oder sozialen Veränderungen gegenübergestellt, die eine psychische Umstellung verursachen und sich auf die Gedächtnisfähigkeiten auswirken können. Innere Unruhe, Machtlosigkeit, Krankheit, Einsamkeit oder Trauer führen häufig zu einem Verlustgefühl, das auch das Gedächtnis beeinflusst.

Die biologische Bestimmung von Blut-, Urin- oder Liquorwerten ist gegenwärtig bei der Diagnose von Gedächtnisbeschwerden zweitrangig. Es fehlt an einer wirksamen medikamentösen Behandlungsmethode, denn gewisse biologische (Phospho-TauProtein, Beta-Amyloid) und genetische (Presenilin) Marker werden noch erforscht oder können aus ethischen Gründen nicht in der Praxis eingesetzt werden (ApoE Epsilon 4). Hingegen müssen gewisse Vitamin- und Ernährungsmängeln (Vitamin B12, Folsäure usw.) überprüft, biologische Anomalien (Natrium, Kalzium usw.) untersucht und die Produktion gewisser Hormone (Thyroid- und Parathyroidhormone, Testosteron usw.), deren Ungleichgewicht die Gedächtnisleistung beeinträchtigen kann, bestimmt werden.

Die zerebrale Bildgebung (zerebrales MRI) kann Aufschluss über den organischen Zustand des Gehirns geben, eine Atrophie des Hippocampus messen und andere Ursachen wie einen Tumor oder eine vaskuläre zerebrale Läsion ausschliessen. Eine neue Technik, die sogenannte funktionelle Neuro-Bildgebung, wird zurzeit ausgewertet und dürfte in naher Zukunft zweifellos von grossem Nutzen sein. Diese Technik ermöglicht es zum Beispiel, den Rückgang des Gehirnstoffwechsels zu messen oder spezifische Läsionen (Plaques) zu quantifizieren, die im Gehirn von Alzheimerpatienten gefunden wurden. Bei den Trägern der genetischen Epsilon 4-Variante konnten mit dieser Technologie durchgeführte Studien aufzeigen, dass der Gehirnstoffwechsel bereits 5 bis 10 Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome reduziert war.

Gibt es eine Möglichkeit, kognitiven Beschwerden vorzubeugen?

• Lebensweise: Generell unterstützen körperliche und geistige Aktivität und zwischenmenschliche Beziehungen den Erhalt kognitiver Funktionen während des Alterungsprozesses. Das Gedächtnis ständig durch Lesen, Kreuzworträtsel und geistige Aktivität fit zu halten, scheint nicht-pathologischen Folgen des Alterns auf die kognitiven Leistungen vorzubeugen.

• Ernährung: Der regelmässige Konsum von Fisch und stark Omega-3-Fettsäure-haltigen Nahrungsmitteln scheint das Risiko eines kognitiven Abbaus ebenfalls zu mindern, während Cholesterin und gesättigte Fettsäuren das Risiko steigern. Eine auf reichlich Obst und Gemüse basierende Ernährung senkt das Herz-Kreislauf-Risiko, scheint das Demenzrisiko zu verringern und verbessert möglicherweise sogar die kognitive Leistung älterer Menschen.

• Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel: Geht man von der Theorie aus, dass oxidativer Stress oft im Zusammenhang mit dem Auftreten neurodegenerativer Beschwerden steht, müssten antioxidative Vitamine (Vitamin A, E, C usw.) logischerweise eine präventive Wirkung haben. Zwar haben gewisse Studien gezeigt, dass eine Ernährung, die reich an Antioxidanten ist, das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen kann, doch ihr Nutzen bei der Prävention von Demenz bleibt umstritten. Ein Vitamin E-Ergänzungsmittel scheint die kognitiven Leistungen langfristig nicht zu beeinflussen. Ein chronischer Mangel an Vitaminen der Gruppe B (B1, B6, B12, Folsäure) wird im Allgemeinen mit einer niedrigen kognitiven Leistung und einem höheren Demenzrisiko gleichgesetzt. Doch die Vitaminzusätze scheinen das Alzheimer-Risiko nicht zu senken. Dennoch sind Nahrungsmittel zu empfehlen, die reich an Vitamin B9 und B12 (Zerealien, Spinat, Schalentiere, Hülsenfrüchte usw.), Magnesium (Kakao, Sonnenblumenkerne, Sesam, Getreide, Mandeln usw.) und Zink (z.B. Austern, Käse, rotes Fleisch) sind. Es gibt Tausende von Nahrungsergänzungsmitteln zur Förderung der Gedächtnisleistung.

• Medikamente: Die zur Senkung des Cholesterins im Blut eingesetzten Statine haben eine signifikante Wirkung bei der Demenzprävention. Dieses Medikament wirkt direkt – durch eine Senkung der Amyloid-Last, die für Gehirnschädigungen bei Alzheimerpatienten verantwortlich ist, und indirekt – durch eine Reduktion der Cholesterinablagerungen in den Blutgefässen sowie des Schlaganfallrisikos. Auch der chronischen Verwendung von Entzündungshemmern wird eine Senkung des Demenzrisikos zugeschrieben. Eine frühzeitige Hormonsubstitutionstherapie in der Menopause kann das Auftreten von kognitiven Beschwerden im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess verzögern.

Generell scheinen alle vorgeschlagenen Massnahmen den mit dem normalen Altern verbundenen kognitiven Abbau zu verlangsamen, vermögen aber das Auftreten eines pathologischen neurodegenerativen Prozesses nicht zu verhindern.

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