Wenn die Grosseltern in die Zukunft investieren

big family hugging and posing for picture

November 7, 2022

Generation für Generation vergeht die Zeit schnell. Wenn jemand in die Generationen vor uns investiert hätte, wo wären wir dann gelandet, oder? Deshalb bringen wir Ihnen die Erfahrungen eines Paares, das jetzt Großeltern ist. Wenn Großeltern in die Zukunft ihrer Enkelkinder investieren, dann haben auch Eltern nichts zu befürchten. Wer eine Reihe von Lebensfragen beantwortet hat und eine finanzielle Situation in der Hinterhand hat, kann sich so etwas leisten. Wenn Großeltern in ihre Enkelkinder investieren, dann bedeutet das, dass sie ihr ganzes Leben lang Vermögen voneinander trennen, was ein Beweis dafür ist, dass wahre Liebe keine Zahlen kennt.

Lesen Sie unten mehr über das wunderbare Paar.

Zu Lebzeiten für die Zukunft der Enkelkinder vorsorgen ist ohne Zweifel das beste Mittel, um in die Zukunft zu investieren. In der Schweiz ist dies üblich und trifft auf circa ein Drittel der Grosseltern zu. Aber welche Produkte sind heute auf dem Markt für Sparprodukte verfügbar, um seinen Nachkommen finanziell unter die Arme zu greifen? Für welche Optionen sollte man sich entscheiden? Ein Leitfaden.

«Wahre Liebe kennt keine Zahlen», diesem Motto folgen besonders viele Grosseltern in der Schweiz, im Durchschnitt unterstützen 3 von 10 Grosseltern ihre Enkelkinder finanziell. Unterstützung beim Studium, beim Kauf oder der Miete der ersten Wohnung oder eines Autos, oder bei der Ankunft des ersten Kindes … Die Gelegenheiten, bei denen Grossvater und Grossmutter zum Portemonnaie greifen und einen Beitrag zu einem wichtigen Moment im Leben der Enkelkinds leisten können, sind zahlreich. Und seit mehreren Jahren werden die Beziehungen zwischen diesen zwei Generationen immer enger. Laut Schätzungen betreut beispielsweise die Hälfte der Grosseltern ihre Enkelkinder regelmässig, ein Beweis für die tiefe Zuneigung zwischen den Senioren und ihren Nachkommen. Rein finanziell gesehen sind die Senioren zudem besser gestellt, denn Personen zwischen 65 und 74 Jahren bilden in der Schweiz die wohlhabendste Altersgruppe. Im Rest Europas ist diese Situation nahezu identisch. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass circa ein Drittel der europäischen Grosseltern ihren Nachkommen finanziell unter die Arme greift. In dieser Hinsicht ist die Schweiz ein Vorbild.

Die Grosszügigkeit der Älteren für die Sorgenfreiheit der Jüngeren

Nehmen wir ein geläufiges Beispiel, das von Thierry und Catherine, 69 und 70 Jahre alt. Sie haben 3 Kinder, die ihnen 4 Enkelkinder geschenkt haben. Beide beziehen eine komfortable Rente. Sie müssen keine Kredite mehr abbezahlen, verreisen weniger und haben während ihres Berufslebens ein schönes Polster fürs Alter angespart. Dabei haben sie auch an ihre Kinder und insbesondere ihre Enkelkinder gedacht. So macht man das in ihrer Familie seit Generationen: «die Älteren unterstützen den Nachwuchs», wie sie sagen. Wenn ein Enkelkind geboren wird, eröffnen Thierry und Catherine ein Bankkonto im Namen des jüngsten Familienmitglieds. Die grosszügigen Grosseltern haben gerade vor ein paar Wochen ein Konto im Namen ihrer letzten Enkeltochter Mathilde eröffnet, die kaum 6 Monate alt ist. Wie für ihren grossen Bruder Victor werden sie regelmässig Geld in dieses Konto einzahlen, bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen, zu Weihnachten, zur ersten Kommunion oder beim Wechsel in eine höhere Schulstufe. Laut ihren Berechnungen erhält die kleine Mathilde die stattliche Summe von etwas über 10’000 Franken, über die sie frei verfügen kann, wenn sie volljährig wird. Mathilde kann mit einem kleinen Polster für ihr Studium, ihre erste Mietwohnung oder den Kauf ihres ersten Autos ins Erwachsenenleben starten oder das Geld für Reisen mit ihren Freundinnen nutzen, weit weg von Papa und Mama. «Für uns ist dies in gewisser Weise eine Investition in die Zukunft», erklärt ihr Grossvater Thierry. Für die Senioren ist es die perfekte Möglichkeit, um zu Lebzeiten einfach und praktisch einen Beitrag zu leisten. In einer Zeit, in der das Berufsleben tendenziell immer später beginnt und die berufliche Stabilität nicht zwingend garantiert ist, ist eine solche Finanzspritze umso wichtiger. Aber gibt es noch andere Möglichkeiten, um für seine Nachkommen zu sparen? Für welche Optionen sollte man sich entscheiden? Wir haben uns mehrere Produkte angesehen, die derzeit auf dem Markt für Sparprodukte verfügbar sind.

Das Jugendsparkonto

Die erste und am häufigsten genutzte Option, wie auch in unserem Beispiel, ist die Eröffnung eines Jugendsparkontos für die Enkelkinder. Diese Lösung ist interessant, denn die Führung eines solchen Kontos ist bei vielen Banken kostenlos und die Kinder profitieren häufig von Vorzugszinsen und zahlreichen Vorteilen. Es wird empfohlen, direkt nach der Geburt ein Konto für die Kinder zu eröffnen. Manchmal erhalten Neugeborene ein Guthaben, das direkt bei der Eröffnung des Kontos gutgeschrieben wird. Eine Art Willkommensgeschenk.

Das Fondskonto

Auch die Eröffnung eines Fondskontos für die Enkelkinder kann interessant sein. Denn im Allgemeinen brauchen sie nicht sofort Geld. Sie verfügen über eine ausreichend lange Zeitspanne, um an den Finanzmärkten zu investieren. Ein Fondskonto ist ebenso flexibel wie ein herkömmliches Bankkonto. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in ausgewählte Fonds investiert wird, die wiederum in verschiedene Wertpapiere wie beispielsweise Aktien investieren. Am bequemsten sind regelmässige Einzahlungen mit einem Dauerauftrag. Derzeit ist es möglich, jeden Monat 50 Franken einzuzahlen. Mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 3 % können Grosseltern, die ab der Geburt und bis zum 18. Lebensjahr ihres Enkelkindes beispielsweise 50 Franken pro Monat auf ein Fondskonto einzahlen, 14’000 Franken sparen.

Abschluss einer Versicherung

Ein weiteres interessantes Sparprodukt, das jedoch mehr Mittel erfordert, ist der Abschluss einer Versicherung für die Enkelkinder. Diese Lösung ist ziemlich rentabel, denn durchschnittlich wird ein Basissatz von 0,25 % pro Jahr garantiert. Vor drei Jahren stieg dieser Satz sogar auf 1,2 %. Eine Versicherung ist ideal für Grosseltern, die über grössere Mittel verfügen, denn der Grossvater oder die Grossmutter verpflichtet sich zur jährlichen Einzahlung eines gewissen Betrags. Das Endkapital muss mindestens 20’000 Franken betragen, was Zahlungen von circa 100 Franken pro Monat während eines bestimmten Zeitraums erfordert, im Allgemeinen bis zum 18., 20. oder 25. Geburtstag.

Erbvorbezug und Schenkung

Wenn die Familie aus mehreren Geschwistern besteht, können Grosseltern, die noch grösseren finanziellen Spielraum haben, einen Erbvorbezug oder eine Schenkung in Betracht ziehen. So können sie beispielsweise zu gleichen Teilen ihre Wohnungen finanzieren. Juristisch gesehen gelten alle Schenkungen von Eltern an Kinder, ausserhalb von gelegentlichen Geschenken wie beispielsweise zu Geburtstagen, als Erbvorbezüge. Ein Erbvorbezug muss obligatorisch vom Erbteil abgezogen werden. Es besteht eine Ersatzpflicht gegenüber den restlichen Geschwistern. Um Konflikte zu vermeiden, sollten die Grosseltern allen Kindern identische Erbvorbezüge gewähren. In manchen Fällen können Erbvorbezüge für die Grosseltern sogar mit steuerlichen Vorteilen verbunden sein. Zum Beispiel, wenn sie selbst hohe und die Kinder niedrigere Steuern zahlen. In diesem Fall profitieren Schenker und Beschenkter gleichermassen.

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