Ein Welpe kommt in die Familie

two dogs playing

Dr Med. Vet. Alexandra Baldock

DMV, Tierärztliches Zentrum Vetmidi

Juni 15, 2021

Es gibt natürlich viele Fragen, die sich stellen, wenn es darum geht, welchen Hund man sich anschaffen und wie man ihn erziehen soll. Diese Fragen lassen sich leicht beantworten, vor allem, wenn erwiesen ist, dass Hundebesitzer weniger Stress und Angst haben. Die Adoption eines neuen Welpen in der Familie ist erstaunlich, wenn man bereit ist, sich zu informieren und zu lernen, wie man es richtig macht. Dies führt auch dazu, dass Hundebesitzer etwa 15 % seltener zum Arzt gehen als Nicht-Hundebesitzer. Es ist auch erwiesen, dass die Haltung eines Hundes das Risiko, vorzeitig zu sterben, um etwa 33 % verringert. Bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man Allergien, das Budget, die Bereitschaft, den Hund auszubilden, und vieles mehr in Betracht ziehen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie den Artikel von Dr. Med. Vet. Alexandra Baldock.

Man muss sich natürlich Gedanken darüber machen, bevor ein Hund in die Familie kommt, wie man ihn auswählt, wie man ihn aufzieht, aber das ist nur wenig Aufwand, wenn man bedenkt, wie viel Freude er in unser Leben bringt..

Schwedische Forscher haben festgestellt, dass Haustierbesitzer seltener zum Arzt gehen (-15%) und weniger unter Stress und Angst leiden. Insbesondere Hunde senken, durch das tägliche Gassigehen, das Risiko für einen vorzeitigen Tod um 33% und das Risiko für die Entwicklung einer Herzerkrankung um 11%. Dennoch sollte man die Entscheidung für ein Haustier nicht leichtfertig treffen. Die Lebenserwartung eines Hundes liegt zwischen 7 Jahren (große Hunde) und 15 Jahren (kleine Hunde), und durch die Fortschritte in der Veterinärmedizin steigt sie stetig weiter an. Sich ein Haustier anzuschaffen ist also eine Entscheidung für viele Jahre. Hier sind einige Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man diesen Schritt wagt.

1. Gibt es Allergiker im Haushalt?

2.Erlaubt es unser Lebensstil, dass wir uns richtig um ihn kümmern?

Man muss jeden Tag mit ihm spazieren gehen, mindestens eine Stunde, bei jedem Wetter, Zeit für seine Erziehung und das Spielen haDr Med. Vet. Alexandra Baldock, DMV, Vetmidi centre vétérinaire ben, und bei bestimmten Rassen auch für die Fellpflege. Verreist man oft? Wer kümmert sich um ihn, wenn man nicht da ist?

3. Wie teuer ist sein Unterhalt?

Die jährlichen Unterhaltskosten für einen Hund (Futter, Zubehör, Steuern, Haftpflichtversicherung, Tierarztkosten, Krankenversicherung usw.…) belaufen sich auf 1.350 bis 1.800 Euro jährlich.

Hat man die Entscheidung getroffen, muss man sich fragen, woher man seinen Hund holt, und vor allem welchen Hund man möchte. Man kann einen Hund aus dem Tierheim holen und ihm ein liebevolles Zuhause bieten. Diese Tier können jedoch traumatisiert und verhaltensauffällig sein. Sie sind nicht für jedermann geeignet. Aber sie haben auch den Vorteil, dass sie im Allgemeinen älter als 6 Monate und somit stubenrein, geimpft, entwurmt und sterilisiert sind. Auch private Züchter bieten Hunde an: Hierbei kann jedoch der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen, auf Kosten der Gesundheit der Welpen oder der Qualität ihrer Entwicklung. Eine qualitativ hochwertige Zucht bietet eine gewisse Sicherheit, genetische Merkmale werden hier sorgfältig ausgewählt, einerseits um die physischen Merkmale der Rasse zu weiter vererben, andererseits auch deren Temperament. Aber welche Rasse soll man wählen? Es gibt mehr als 350 Rassen weltweit. Manchmal spielt die jeweilige Mode bei der Auswahl der Rasse einen wichtige Rolle. Bspw. stieg die Zahl der Dalmatiner im Jahr nach Erscheinen des berühmten Animationsfilms «101 Dalmatiner» von 8.170 auf 42.816 an. Die Auswahl der Rasse muss auf den wesentlichen Aspekten unserer Umgebung, mögliche vorhandene Kinder im Kleinkindalter, eventuell vorhandene weitere Haustiere, unsere Aktivität und dem gewünschten Temperament beruhen. Wenn man einen Partner zum Joggen oder Spielen sucht, wählt man z.B. keinen Basset Hound oder Mops, sondern einen Schäferhund oder einen Retriever. Auch darf man nicht vergessen, dass die gezielte Züchtung durch den Menschen, die seit 200-300 Jahren stattfindet, leider auch zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Z.B. wurden brachyzephale Hunde so gezüchtet, dass sie eine möglichst platte Schnauze haben, einem sehr gesuchten anthropomorphen Schema. Doch dieser Körperbau kann Atemwegsprobleme und eine begrenzte körperliche Belastbarkeit nach sich ziehen. Um diese Problematik zu vermeiden, kann man sich für einen Mischling entscheiden, was genetische Vielfalt und eine bestimmte Robustheit gewährleistet. Und wenn man den idealen Gefährten gefunden hat, wie stellt man dann sein Wohlbefinden und seine gute Entwicklung zu Hause sicher?

1. das Futter

Man wählt möglichst hochwertiges und für das jeweilige Lebensalter geeignetes Futter. Man kann ihm Trockenfutter oder Nassfutter geben oder ihm seine Futterration selbst kochen. Die mechanische Wirkung von Trockenfutter hilft, die Bildung von Zahnstein zu begrenzen, und es ist so zusammengesetzt, dass es den gesamten Nährstoffbedarf des Tieres deckt. Die selbst gekochte Futterration hat Vorteile, man muss hier jedoch nicht nur Zeit investieren, sondern sich von einem Tierernährungsberater entsprechend beraten lassen, um Mangelerscheinungen zu vorzubeugen. Bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade, Rosinen, Zwiebeln sind verboten, da sie für die Tiere giftig sind. Selbiges gilt auch für eine große Anzahl an humanmedizinischen Arzneimitteln. Man sollte dem Hund niemals etwas geben, ohne zuvor den Tierarzt um Rat gefragt zu haben.

2. Sauberkeitserziehung

Man muss mit ihm alle 2 Stunden Gassigehen, vor allem, wenn er aufwacht, spielt oder frisst. Man muss ihn belohnen, wenn er sich am gewünschten Ort entleert. Man kann die Stuhlentleerung auch mit einem speziellen Wort kommentieren, das dann zukünftig als Auslöser dienen kann. Wenn man ihn dabei ertappt. dass er sich im Haus entleeren möchte, muss man ihn ablenken, indem man in die Hände klatscht oder ihn ruft, anstelle ihn zurechtzuweisen oder zu bestrafen.

3. Sozialisierung und Erziehung

Die Entwicklung eines Welpen gliedert sich in 4 große Phasen. Zwischen 0 und 8 Wochen lernt er zusammen mit seinen Wurfgeschwistern und seiner Mutter gute Umgangsformen (insbesondere nicht zu beißen, Unterwerfung und Vertrauen). Der Zeitraum von 8 bis 16 Wochen ist ideal für die Erziehung. Er ist leicht zu prägen. Man muss ihn die Welt entdecken lassen und ihn einer möglichst großen Bandbreite an unterschiedlichen Geräuschen, Gerüchen, Personen und Umgebungen aussetzen. Dies ist auch der Zeitraum, in dem er seinen ersten Termin beim Tierarzt hat. Er erhält seine erste Impfung und seine erste Behandlung gegen innere und äußere Parasiten. Die Wahl seiner Krankenversicherung ist ebenfalls wichtig. Die sexuelle Reife erlangt er zwischen 6 und 12 Monaten, die Pubertät, in der ihr Gefährte versucht, seine Grenzen auszuloten. Das ist der Zeitpunkt, um mit Ihrem Veterinär über eine Sterilisation oder Kastration zu sprechen.

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